Wie wählt man einen Inhalt

Wie wählt man einen Inhalt?

Thema des Studienwochenendes (14./15.8.2021).

Der Lernschritt dieses Studienwochenendes war, dass die seelisch-geistige Entwicklung mit der Entwicklung eines konkreten Inhaltes verbunden ist. Die wesentlichste Erkenntnis dabei war, dass man einen Inhalt nicht erst “erreichen” muss oder “zu ihm finden muss”, sondern dass man ihn durch einen bewusste Entscheidung wählt und/oder durch die Frage: Was braucht die Zeit? Was fehlt? formuliert. Es geht nicht darum, zu einem Inhalt erst hinzukommen, sondern darum, sich einen Inhalt zu setzen, zu formulieren und direkt zu verwirklichen.

Der Beginn liegt in einem gemeinsamen Ziel der seelisch-geistigen Entwicklung, in dem Willen nach einer seelisch-geistigen Entwicklung. Dabei ist wichtig, sich bewusst zu machen, was man selbst unter seelisch-geistiger Entwicklung versteht und zwischen Folgen und Zielen zu unterscheiden. Will man als Ziel Harmonie entwickeln, dann beschrieb Heinz Grill dies nicht als ein Ziel, sondern als ein Ergebnis, als Folge. Ein Ziel selbst ist ein universales Ziel für alle Menschen. Eine Folge des erreichten Zieles wäre die Harmonie. Damit die seelisch-geistige Entwicklung fassbar wird, braucht es einen konkreten Inhalt.

Indem man in die Welt schaut und sich fragt: Was braucht es, was fehlt?, wird man aufmerksam und kann aus der Wahrnehmung zur Welt und den Menschen einen Inhalt entwickeln. Leistung beispielsweise ist häufig negativ mit Druck und „Gehorsam“ konnotiert. Es fehlt die Schönheit der Leistung eines schöpferischen Menschen, die freie und selbstbestimmte Dimension der Leistung heute vielmals.

Eine weitere Möglichkeit, einen Inhalt zu wählen, ist direkt durch die spirituelle Literatur. In spiritueller Literatur kann man viele bereits niedergeschriebene und brauchbare Inhalte finden und umsetzen, die bereits entwickelt wurden.

Als letztes gilt es, Bindungen zu eliminieren. Bindungen stehen der Umsetzung eines Inhaltes entgegen, sie verhindern die seelisch-geistige Entwicklung.

Der Lernschritt

Zu einem Inhalt muss man sich selbst entscheiden, man kann ihn nicht passiv übernehmen. Ein Beispiel für einen Inhalt ist das Herzzentrum oder die positive Beziehung des Menschen zur Leistung. Der häufigste Fehler darin besteht, dass man meint, man müsse erst zum Inhalt hinkommen, ihn verstehen und erreichen etc. Der Inhalt existiert jedoch bereits, man kann ihn nehmen und sofort beginnen, mit ihm zu arbeiten. Man kann ihn sich als Ziel „setzten“ und direkt von ihm ausgehen. Hierfür muss man Bindungen eliminieren. Die Bindungen hindern an der Realisierung eines universalen, geistigen Inhaltes.

Weiterführende Videos/Links/Bücher

Was ist mein Inhalt. Heinz Grill und Axel Kindermann bewegen die Frage: Wie komme ich zu meinem Wesenskern? Teil 1 der Aufzeichnung des Seminars vom 24.7.2021 in Veringenstadt zum Thema: Dialogfähigkeit und Dialogführung im spirituellen sozialen Prozess.

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