Laufender Studienbetrieb

Der gesamte Studienbetrieb erfolgt in einer rhythmischen Tagesstruktur. Dies bedeutet, dass die Aktivitäten ausgehend von den angestrebten thematischen Lernzielen der jeweiligen Studenten in Abstimmung mit den Lehrern und dem fachlichen Angebot  erfolgen, und das aktuelle Zeitgeschehen einbezogen wird. Das Lernen wird sehr dynamisch und die Lebenskräfte sowie die individuelle Persönlichkeit stärkend, wenn das fachliche Arbeiten direkt an den sich ständig verändernden Lebensbedingungen anknüpft, in denen sich die Menschen befinden, und nach fachlichen Antworten sucht. Die Kunst, das Lernen und Studieren möglichst lebendig und bewegt zu halten sowie in einer Leichtigkeit und gleichzeitig guten Spannkraft zu fördern, bildet ein Grundprinzip des Studierens. Die Örtlichkeiten werden je nach konkretem Studienbedarf, Fachgebiet und geeigneten Gesamtaktivitäten jeweils flexibel gewählt.

Ein durchlaufender Studienbetrieb ermöglicht es den Studenten sich je nach individueller Berufs- und Lebenssituation für kurzzeitiges wie auch mehrwöchiges Studium einzuschreiben. Mit jedem Studenten wird ein Zielkonzept erstellt, um den Studienaufenthalt lerneffektiv und mit einer aufbauenden Dynamik, sowohl in fachlicher, wie auch in gesundheitlicher Hinsicht zu gestalten. Außerdem finden regelmäßige mehrtägige fachspezifische Studienmodule mit abschließender Prüfung statt, sowie mehrjährige Ausbildungen.

Tägliche Grundfächer außerhalb von Fachmodulen
Alle Bereiche sind außerdem als mehrtägige Module belegbar (Termine siehe Kalender)

Künstlerisch ästhetische Bewegungsformen und Yoga
täglich 6.30 – 7.30 Uhr und 10 – 16 Uhr
(trifft nur für Studierende zu, die sich in ästhetischen Bewegungsformen schulen wollen)

Dialektik, Schulung des logischen Denkens, Philosophie
tägliche Textarbeit 10 – 11.30 Uhr und 19 – 20.30 Uhr

Entwicklung der Seelenkräfte und übersinnlicher Erkenntnisse
täglich zu variablen Zeiten

Ökologie, Wärmehaushalt, Holzkreislauf
täglich 10 – 16 Uhr
(trifft nur für Studierende zu, die diesen Themenbereich gewählt haben)

Studium des Bösen
1 – 2 mal pro Woche 19 – 20.30 Uhr im Rahmen der Textarbeit

Unterschiedliche Stufen der Lernaktivitäten

Das Studieren soll allen interessierten Menschen offen stehen. Bei allem Lernen handelt es sich um eine eigenständige Aktivität, bei der weniger eine Informationsflut vermittelt wird, sondern viel mehr im Zusammenwirken zwischen Studierenden und Dozenten ein Thema erarbeitet und unmittelbar ein wahrnehmbarer Lebenskräfteaufbau erzeugt wird. Das Lernen geschieht im Dialog und ist nicht nur ein Lernen für sich selbst, sondern ein schaffender und sozialer Prozess. Eine gutes rhythmisches Arbeiten und die Einstellung zu diesem Rhythmus ist die Grundlage für jedes Lernen

1. Besucher und Gäste: Die Arbeit und das Studium kennenzulernen ist jederzeit für Interessierte möglich. Über die Praxis der ästhetischen Bewegungsschulung, der Wahrnehmung der Architektur in den verschiedenen Häusern, über Ausstellungen und den Dialog kann ein erster Eindruck gewonnen werden.

2. Gaststudium in Textarbeit, ästhetische Bewegunsschulung, Seelenübungen, künstlerisches Gestalten. Der Studierende lernt im Außen wahrzunehmen, das Gelesene oder Gehörte eigenständig in eine originalgetreue Vorstellung zu bilden und diese in ersten Schritten in den verschiedenen Fächern wie beispielsweise in den Asana, Kunst, Studium von Texten, in der täglichen Kommunikation und seinem eigenen Berufsfeld auszudrücken.

3. Studierende mit ersten Lernerfahrungen. An jedem Studienaufenthalt wird mit den Studierenden gemeinsam ein Zielkonzept herausgearbeitet, auch auf die individuelle berufliche Situation bezogen. Es besteht sowohl ein gemeinsames Studium sowie ein intensives Eigenstudium. Am Ende des Tages findet eine gemeinsame Reflektion der Lernfortschritte statt. Im Laufe des Grundstudiums definiert sich immer mehr ein eigenständig gewählter Fachbereich heraus sowie konkrete Umsetzungsmöglichkeit im Leben.

4. Studierende mit mehrjährigem Studium, die bereits Dozenten sind und eine klare Zielsetzung für das gesamte Studium und die Umsetzung in beruflicher Hinsicht gewählt haben. Zu Beginn jedes Studienmoduls werden im sozialen Prozess ebenfalls konkrete weiterführende Entwicklungsziele festgelegt, um eine gute Lerneffektiviät zu gewährleisten. Der Dozent hat bereits ein konkretes Umsetzungsfeld und das Studium dient zur Erweiterung seiner Dialogfähigkeit und Fachkunde. Der Dozent kann als Lehrer für die anderen Studierenden und Gäste im laufenden Studienbetrieb tätig werden.