Ästhetische Bewegungsschulung/Yoga

Die Körperübungen des Yoga bilden ein künstlerisches Studienfach und sind nicht im Sinne von Gymnastikübungen konzipiert, sondern vielmehr als Seelenübungen. Der Begriff Seele wird sehr nah verbunden mit dem Bewusstsein und seinen Kräften des Denkens, Fühlens und Wollens verstanden. Die seelische Dimension des Yoga wurde von Heinz Grill in dem gleichnamigen Buch herausgearbeitet und dient als Grundlage für das Studienfach. Das Ziel dieses Yoga besteht darin die zu den einzelnen Asanas sorgfältig ausgearbeiteten seelischen Empfindungen auszuarbeiten und individuell aufzubauen.

Der Studierende lernt diese neuen Inhalte eigenständig zu Vorstellungen aufzubauen, sodass eine lebendige Erfahrung entsteht. Diese von Heinz Grill auch als “Neuer Yogawille” bezeichnete ästhetisch-spirituelle Übungsweise wird auch als neue “Yogaempfindung” benannt. Es sind Empfindungen die nach seinem Werk einen dauerhaften seelischen Wert besitzen, sowohl für das irdische Leben, wie auch für die Seele nach dem Tod eine Gültigkeit haben.

Der Lehrplan orientiert sich an dem Ziel diese Empfindungen zu schaffen.

  1. Das Buch “Die Seelendimension des Yoga” ist die Grundlage für die Schulungsinhalte. Es werden alle Regionen der Seele (im klassischen Sinne auch als Chakra benannt) wie sie im Zusammenhang mit den verschiedenen Asanas beschreiben sind, herausgearbeitet bis der Student diese Inhalte selbständig in den Übungen ausdrücken kann.

  2. Das seelisch-geistige Bild der jeweiligen Asana wird in der Textarbeit in eine objektive Anschauung gebracht.

  3. Dieses Bild zu denken und in eine eigenständige Vorstellung aufzubauen, erfolgt als nächster Schritt

  4. Die Umsetzung des Bildes in künstlerischer Form drückt sich im Folgenden aus:

    1. in einfachen Asana, forgeschrittenen Asana und daraus entwickelten Variationen

    2. in der Durchgestaltung der Übungen und des Körpers im Sinne der Ausschöpfung der individuellen Möglichkeiten

    3. in der verbalen Anleitung, ästhetischen Demonstration und in Korrekturen

    4. in der Sinnentwicklung für Rhythmus in der eigenen Praxis oder Kurs

  5. Studium der Gesetzmäßigkeiten der Bewegung (Äthergesetze)

  6. Pädagogik und Kommunikation für Yogalehrer

  7. Vertieftes Studium der Asana im Sinne der Heilwirkungen

  8. Der freie Atem

  9. Vergleiche und Kenntnisse über verschiedene Yogastile und deren Ansätze der Yogapraxis als Kommunikationsgrundlage

Die tägliche Arbeit strukturiert sich mit verschiedenen Einheiten der intensiven Asana-Praxis mit Studium der Texte. Ein wichtiger Aspekt der Schulung mit den Asana besteht darin zu erforschen, welche Ergebnisse beim Praktizieren entstanden sind. Ist eine Empfindung entstanden und wurde damit eine sogenannte ätherische Kraft freigesetzt, welche umso intensiver ist, je lebendiger die Empfindungen durch die Anschauung zu den jeweiligen Inhalten entstanden sind? Der Student wird darin gefördert, selbst die Qualität seines Praktizierens zu erkennen und zu prüfen.

Täglich werden dieses Ergebnis gemeinsam reflektiert und geprüft.