Umgang mit dem Bösen

Dieser Fachbereich erscheint als eine Notwenigkeit in unserer Zeit, in der Manipulationen, Suggestionen und Lügen eine tägliche Erscheinung geworden sind. Wenn sie unbewusst bleiben, wirken sie als blockierende antriebshemmende Kräfte im Menschen. Das sogenannte Böse, die Negativwirkungen und ihre Gesetzmäßigkeiten können wie ein jedes andere Fachgebiet erforscht werden und in ihrer Wirkung auf die Bewusstseinskräfte, also das Denken, das Fühlen und den Willen des Menschen untersucht werden. Gerade weil diese Kräfte sich Wegen bedienen, die über das Unbewusste in den Menschen hinein finden, bedarf es einer bewusste Auseinandersetzung und aktiven Erkenntnisbildung, um sie objektiv anschaubar zu machen. So können sie nicht im Menschen länger ungesehen, traumatisierend weiter wirken, sondern werden wieder nach außen, aus dem Menschen heraus, an die richtige Stelle in der Welt, also außerhalb von sich selbst, gerückt.

Dieses Studium erfordert eine große Disziplin, da die Konfrontation mit dem Bösen gerne vermieden wird. Eine hohe Willensanforderung ist damit verbunden, sich diesen Kräften wach gegenüber zu stellen und sie bewusst anzuschauen. Wenn dies gelingt, werden jene Kräfte, die durch Lügen und Traumen im Menschen gebunden werden, wieder frei zur Entfaltung kommen. Sie stehen dem Einzelnen wieder als lebendige Schaffens- und Bewusstseinskräfte zur Verfügung. Neben den Wirkungen des Bösen werden auch die tiefer liegenden Motive erforscht und objektiviert.

Der Einzelne sollte nicht von unterschwelligen Einflüssen geleitet werden, sondern von seiner eigenständigen Wahrnehmung und bewussten Urteilsentwicklung zu den Ereignissen in der Welt. Indem ungesehen manipulierende Einflüsse von den Studierenden durch ihre gedankliche Aktivität objektiviert werden und die dahinter liegenden Motive sich offenbaren, entstehen tatsächliche reale Bewusstseinskräfte in der Welt als Gegengewicht zu den verschleiernden und einhüllenden Kräften. Es werden entwicklungsförderliche Kräfte wieder frei und sogar eine Substanz erschaffen, die es dem Einzelnen und auch anderen Menschen wieder leichter macht, sich zu Idealen und verloren gegangen Werten ganz neu wieder aufzurichten. Es findet tatsächlich eine Freiwerden von blockierten Willenskräften statt. Im Studium des Bösen entwickelt sich auch die Kapazität mit Angriffen, Dogmen und der jetzigen Situation produktiver umzugehen.

Lehrplan für diesen Fachbereich:

  1. Gesetzmäßigkeiten des Bösen und der verschiedenen Kräfte, die die Entwicklung des Menschen stören oder zerstören wollen, wurden von Rudolf Steiner und von Heinz Grill beschrieben. Verschiedene Gedanken und Texte aus diesen Schriften bilden über die Textarbeit eine Grundlage für die Forschungen und die Erkenntnisentwicklung. Indem vom Studierenden eigenständig Vorstellungen zu den zerstörerischen Kräften und die Zusammenhänge aufgebaut werden, bleiben sie nicht Theorie, sondern werden zu realen Empfindungen und können im Leben leichter erkannt werden.
  2. Studien zu manipulativen Aussagen zum Erkennen der Motive werden regelmäßig durchgeführt.
  3. Methoden des Umgang mit Angriffen in unmittelbaren Gesprächen und Rollenspielen können in spezifischen Studienmodulen erlernt werden.
  4. Es wird auch das Thema behandelt, wie kann der Studierende den Angreifer für die Entwicklung im positiven Sinne “nutzen”
  5. Bei diesem Studium werden bestimmte Fehler in der individuellen spirituellen Schulung herausgearbeitet (5 Grundsätze)
  6. Als Gegenbild zu den zerstörerischen Kräften wird ganz wesentlich auch das Idealbild einer realen christlich-geistigen Begegnung studiert, wodurch beide in ihren Ausprägungen und Kräftewirkungen noch deutlicher hervortreten.

Auch wenn am Anfang dieses Studium kein Wohlbefinden verspricht und sogar eine Überwindung der eigenen Gefühle notwendig ist, ist es eine der besten Möglichkeiten zur Stabilisierung in der heutigen Zeit.