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Durchgestaltung

Durch die künstlerische Praxis mit Yogaübungen kann beobachtet werden, dass der gesamte Körper eine bessere Formung erhält. Die Wirbelsäule richtet sich klarer auf, bei gleichzeitiger Leichtigkeit und Gelöstheit im Schulterbereich. Die Gliedmaßen und die verschiedensten Teile des Körpers wirken besser integriert und dynamischer verbunden. Erschöpfte, schlaffe Zonen finden in einen kräftigeren Tonus, während Bereiche mit zu starken Spannungen geschmeidiger werden. So meint der Begriff Durchgestaltung das Ideal eines gut geformten Körpers, dessen Proportionen harmonisch sind und der eine natürliche Spannkraft bei gleichzeitiger Gelöstheit ausdrückt. Diese Durchgestaltung kann bis in die Organbereiche hineinwirken, indem auch diese gekräftigt oder entstaut werden.

Auch im seelischen Bereich kann sich der Mensch durchgestalten, indem er seine Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens ordnet. Häufig kann man beobachten, dass die Gefühle oder Emotionen über das Denken dominieren oder der Wille das Denken zwanghaft werden lässt. Auch kann das Denken über das Fühlen dominieren und dieses mit einer Kälte und Starre einschnüren. Gliedern sich Denken, Fühlen und Wille, indem das Denken eine klare überschauende und freie Bewusstheit entwickelt, das Fühlen empfindsam und empathisch nach außen in Beziehung steht und der Wille eine solide Kraftquelle sowohl für Konzentration als auch für körperliche Tätigkeiten darstellt, dann kann man auch hier von einer harmonischen Durchgestaltung sprechen.